Arbeit MADE IN GERMANY
Wie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gute Arbeit gestalten
Die Belastung der deutschen Betriebe durch Bürokratie ist in den vergangenen drei Jahren deutlich gestiegen – Betriebe müssen dringend entlastet werden
Die Betriebe mussten in den letzten drei Jahren 325.000 Arbeitskräfte zusätzlich einstellen, um die gewachsene Bürokratie zu bewältigen. Bürokratie erhöht die Kosten und senkt die Produktivität – so zeigt es eine aktuelle Befragung des → IAB-Forums (Diegmann & Kubis, 2025). Die Betriebe müssen dringend entlastet werden. Bürokratieabbau stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit!
„Made in Germany“ steht für mehr als ausgeklügelte Technik – es steht für eine Arbeitskultur, die Maßstäbe setzt. Gute Arbeit entsteht dort, wo unternehmerische Verantwortung auf Gestal-tungskraft trifft.
In deutschen Unternehmen wird Arbeit nicht nur organisiert – sie wird aktiv und vorausschauend gestaltet. Immer mit Blick auf die Herausforderungen und Chancen unserer Zeit: von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz über den demografischen Wandel und die Sicherung von Fachkräften bis hin zu psychischer Gesundheit und dem Wunsch nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Ob Großkonzern oder Familienbetrieb – überall zeigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, wie gute Arbeit gelingt – mit fairer Bezahlung, sozialer Absicherung, sicheren Arbeitsbedingungen, Flexibilität und Weiterbildung. Das zeigt sich auch in Zahlen: Die Zufriedenheit im Job ist seit Jahren konstant hoch.
„Arbeit – made in Germany“ ist ein Gütesiegel: für Qualität, für Teilhabe, für Zukunft. Weil Unternehmen heute schon die Arbeit von morgen denken. Und weil gute Arbeit Zukunft schafft – für Beschäftigte, Betriebe und das Land.
Auf ein Wort
Steffen Kampeter
BDA-Hauptgeschäftsführer

„Gute Arbeit in Deutschland ist kein Selbstläufer. ‚Made in Germany‘ steht für eine Arbeitskultur, die Qualität, Verantwortung und Teilhabe vereint. Unsere Soziale Marktwirtschaft funktioniert – weil Unternehmen tagtäglich Arbeit gestalten, die unternehmerische Dynamik mit den Bedürfnissen der Beschäftigten verbindet. Die hohe Zufriedenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zeigt: Dieser Weg funktioniert. Damit „Arbeit – made in Germany“ auch künftig für Qualität, Teilhabe und Innovationskraft steht, braucht es mehr als unternehmerisches Engagement. Es braucht den politischen Willen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die gute Arbeit ermöglichen – gerade jetzt, wo wirtschaftliche Unsicherheiten, technologische Umbrüche und der Fachkräftemangel neue Antworten verlangen. Wer will, dass Arbeit in Deutschland ein Gütesiegel bleibt, muss bereit sein, sie aktiv zu gestalten.”
Steffen Kampeter
BDA-Hauptgeschäftsführer
Kurz gesagt:
Was „Arbeit Made in Germany“ auszeichnet
1
HOHE ARBEITSZUFRIEDENHEIT
Die Werte der Arbeitszufriedenheit und ‑motivation sind seit den 1990er Jahren konstant auf hohem Niveau bei 90 % der Beschäftigten. Das Fluktuationsniveau ist niedriger als vor der Pandemie.
2
GUTE ARBEITSBEDINGUNGEN
Die Arbeitsbedingungen sind gut: Seit 2018 nehmen die Ressourcen bei der Arbeit weiter zu. Sie schafft Stabilität, soziale Teilhabe und Sinn und ist damit ein wichtiger Schutzfaktor bei psychischen Erkrankungen.
3
VIELE EXTRAS
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber tragen mit 34 % einen erheblichen Anteil zur sozialen Absicherung ihrer Beschäftigten – im Alter, bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfällen, oder Pflege. Hinzu kommen zahlreiche freiwillige Leistungen.
4
ARBEIT PLUS GESUNDHEIT
Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz sind erfolgreich: Arbeitsschutz ist ein Erfolgsmodell und gelebte Verantwortung. Immer mehr Unternehmen setzen systematische Gefährdungsbeurteilungen um – erfreulicherweise auch in 85 % der Kleinbetriebe. Die Zahl der Arbeitsunfälle befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Fast 80 % der Beschäftigten fühlen sich beim Arbeitsschutz gut bis sehr gut unterstützt. Auch die Zahl gesundheitlich bedingter Frühverrentungen ist seit 1995 um rund 44 % gesunken.
5
MEHR FLEXIBILITÄT
Flexibilität ist ein Must-Have, für Unternehmen und Beschäftigte. Sie ermöglicht beiden Seiten, richtig eingesetzt, mehr Spielräume, um den Anforderungen des globalen Marktes und den Lebensbereichen gerecht zu werden.
6
VIELFALT ALS MOTOR
Trotz der Abkühlung am deutschen Arbeitsmarkt fehlen vielen Unternehmen Arbeits- und Fachkräfte. Die Wirtschaft ist auf Geschick, Wissen und Kreativität jedes Einzelnen angewiesen, gleich welcher vermeintlichen Unterschiede wie Herkunft, Geschlecht oder Religion. Betriebe fördern und nutzen vielfältige Potenziale.
7
FUTURE WORK
Digitalisierung trägt schon heute zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei: Arbeit wird dadurch flexibler, neue Techniken fördern die Arbeitssicherheit und Inklusion und helfen somit dabei, dass möglichst viele bis zum gesetzlichen Rentenalter und darüber hinaus arbeiten können.
8
ENGAGEMENT FÜR WEITERBILDUNG
Die Unternehmen sind in Deutschland die größten Weiterbildungsanbieter. 93 % aller Unternehmen engagieren sich in der Weiterbildung und investieren jährlich rund 46,4 Mrd. Euro.
Wie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
gute Arbeit gestalten
Gute Arbeit ist wichtig.
Sie sollte nicht nur Geld einbringen, sondern Sinn stiften, Freude bereiten, herausfordernd, aber nicht über- oder unterfordernd sein. Sie hält die Unternehmen wettbewerbsfähig, innovativ und leistungsstark. Gute Arbeitsbedingungen sorgen dafür, dass die Beschäftigten gesund und mit Motivation tätig sind. Um neue Talente gewinnen und bisherige Beschäftigte halten zu können, ist das ein Muss.
Gute Absicherung,
Bezahlung und Extras
Beschäftigte in Deutschland erfahren eine hohe soziale Absicherung,
nicht nur bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit, sondern auch in Krisenzeiten. Im Erwerbsleben können sie viele freiwillige betrieblichen Zusatzleistungen nutzen. Dabei bleiben sogenannte „Normalarbeitsverhältnisse“ weiterhin die Regel und auch das Neue Normal ist viel normaler, als so manche denken.
Das Zusammenspiel
von Gesundheit und Arbeit
Arbeit ist nicht nur existenzsichernd, sie ist auch sinnstiftend,
macht zufrieden und sorgt für soziale Anerkennung (Knieps & Pfaff, 2020; WHO, 2024). Das psychische Wohlbefinden ist laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts bei Erwerbstätigkeit in Vollzeit am höchsten, gefolgt von Menschen in Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung, Hausmänner und -frauen sowie nicht beschäftigten Personen (Thielen & Kroll, 2013).
Wie ist das eigentlich
mit der Arbeit und psychischer Gesundheit?
Psychische Gesundheit ist eine wesentliche Grundlage für Motivation, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber setzen sich dafür ein, dass Beschäftigte gesund arbeiten können – sowohl körperlich als auch psychisch. Denn gute Arbeit bedeutet mehr als sichere Arbeitsplätze: Sie schafft auch Stabilität, soziale Einbindung und Sinn. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Aufgabe, ihre Arbeitsbedingungen auch unter den veränderten Anforderungen wie Digitalisierung und Fachkräftemangel sicher und gesund zu gestalten. Darüber hinaus engagieren sich viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber freiwillig in der betrieblichen Gesundheitsförderung.
New Time, New Place:
Flexibilität in den Betrieben
Flexibilität ist ein Must-Have; nicht nur für viele Beschäftigte, sondern vor allem für Unternehmen.
Für sie bedeutet Flexibilität nicht nur die Anpassung an eine schwankende Auftragslage, Kundenwünsche und die Unternehmenssituation. Flexibilität bietet vor allem auch die Möglichkeit, auf unvorhersehbare Situationen, wie Maschinenstillstände, Lieferengpässe oder den akuten Ausfall von Mitarbeitern reagieren zu können. Örtliche Flexibilität kann – wo es möglich ist – die Chance bieten, Fachkräfte zu gewinnen, die z. B. aufgrund der familiären Situation nicht Vollzeit vor Ort im Betrieb sein könnten. Beschäftigte können durch betriebliche Flexibilisierungsmöglichkeiten – in Abstimmung mit der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber – den eigenen Arbeitsalltag sowie die Erwerbsbiografie individueller gestalten. In vielen Fällen ein Win-Win.
Digitalisierung und KI:
Tausend Chancen für Beschäftigte und Unternehmen
Die Digitalisierung – insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) – verändert die Arbeitswelt grundlegend.
Sie bietet Unternehmen und Beschäftigten enorme Potenziale: für mehr Effizienz, bessere Arbeitsbedingungen, neue Formen der Zusammenarbeit und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig eröffnet sie neue Wege für Inklusion, Qualifizierung und sinnstiftende Arbeit.
Unternehmen setzen auf
vielfältige Arbeits- und Fachkräftepotenziale
Trotz der Abkühlung am deutschen Arbeitsmarkt fehlen vielen Unternehmen Arbeits- und Fachkräfte.
Unternehmen bemühen sich, alle Potenziale zu nutzen. Die Wirtschaft ist auf Geschick, Wissen und Kreativität jedes Einzelnen angewiesen, gleich welcher Herkunft, welchen Geschlechts oder welcher anderer Vielfaltsmerkmale.
Bildung
schafft Karrieremöglichkeiten
Bildung lohnt sich.
Sie ist das Fundament für nachhaltigen Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit. Das wissen die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber und engagieren sich umfassend für die Aus- und Weiterbildung ihrer Beschäftigten. Jährlich investiert die Wirtschaft hier rund 78 Mrd. Euro. Damit leistet sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung, sondern auch zum gesellschaftlichen Wohlstand.










